Titel von Elisabeth Escher. Another blog: https://bookofflorence.wordpress.com/
Verschwommene Farben und Flächen, die den Bahnsteig erkennen lassen. Regentropfen, die am Zugfenster herunter rinnen und ein grauer Himmel, der die Sonne verdeckt.
Nach Hause fahren ist ein schönes Gefühl. Aus der Großstadt, in die Kleinstadt, aus dem Grau, ins Weiß. Denn zu Hause liegt Schnee, oder zumindest rundherum auf den Bergen.
Nach Hause fahren ist aber auch mit Autofahren verbunden, was ich jetzt ernsthaft angehe, denn irgendwann muss das auch erledigt werden. Nach Hause fahren, ist immer ein kurzer Moment der Zerrissenheit, wenn ich mir nicht sicher bin, wo ich jetzt tatsächlich zu Hause bin.
Ansonsten lebe ich so dahin, daran hat sich nichts geändert und ich treffe Freunde und Freundinnen in der Großstadt und in der Kleinstadt, wo auch immer ich gerade bin. Wir versuchen gemeinsam das Grau zu überstehen und die Zerrissenheit zu verstehen, während wir durch die Großstadt wandern und versuchen sie uns zu eigen zu machen, um sich dort besser zu fühlen. Obwohl, ich fühle mich nicht schlecht dort. Nur noch nicht richtig angekommen. Ein bisschen verwirrt eben.

Jenna